Mittwoch, Mai 10, 2006

Andere Variante um Sleeve Heads einzusetzen

Ich fange einfach mal an mit dem fertigen Produkt.
Das linke Bild zeigt Tinis Blazer und das rechte Bild zeigt ein industriell gefertigten Blazer (für Frauen, Männer Sakkos unterscheiden sich doch schon ein wenig mehr), den ich ändern muß.
















Wie man sehen kann, und ich habe das mit dem weißen Pfeil unterstrichen, der eigentliche sleevehead (von außen gesehen) sieht schon etwas weiter aus.
Bitte nicht vergessen, das bei dem industrielle gefertigten Blazer die Schulterpolster noch drin sind, was es natürlic
h auch "dicker" macht.
Dazu kommt noch, daß die Nahtzugabe "nach außen" gelegt wird, also Richtung Ärmel und nicht Richtung Hals und auf jeden Fall nicht zurückgeschnitten wird.
Aber jetzt zu Tinis Methode.
Ich habe mal die Abbildungen aus beiden Büchern hiereingestellt. Wenn man den Ärmelfisch der Länge nach faltet, werden sie so eingenäht, daß die offene Seite Richtung Ärmel guckt.














In Tinis Beschreibung, "guckt" die offenen Seite zur Naht (oder Richtung Hals). (Bitte korrigieren, wenn ich mich da auf dem Holzweg befinde, aber so erkenne ich das aus dem Bild und Tinis Beschreibung)




Bei diesem Bild habe ich mal eine kleine Skizze auf das Bild gemalt um es besser zu verdeutlichen.
Das die offene Seite Richtung Ärmel guckt hat den Vorteil, daß es von außen nicht bulkig aussieht. (Aber wie schon geschrieben, kann man nicht bei Tini sehen)

Hier ist noch eine Methode wie es die Industrie macht. Der Ärmelfisch (sleevehead) wird einfach gefaltet (wie Clare es macht), mit einer Seite ein bischen überstehend, dann wieder geöffnet und wo die Falte enstanden ist, das wird dann ganz dicht nehmen der Naht, die den Ärmel und Vorder/Rückenteil zusammennäht, (aber auf der Nahtzugabenseite) angenäht.



















Hier noch ein Bild ohne irgendwelches Gekritzel drin, nur damit man sieht, wie es fertig aussieht. Und das gibt dann diesen runden Sleevehead.


Ich hoffe mal, daß alles rüberkommt, weil ich weiß, daß ich mich manchmal umständlich ausdrücken kann.

5 Kommentare:

stebo79 hat gesagt…

Ich persönlich finde die Industrievariante ganz furchtbar. Mir gefällt die Schulterpartie wie im ersten Bild, also daß der Ärmel ab Einsatznaht nach unten geht. Deshalb mache ich auch die Schulterpolster selbst und nähe sie auch anders ein. Sie wirken dann auch ein bißchen wie dieser Fisch, sprich sie drücken die Nahtzugaben in den Ärmel.

LG
Steffi

Tini hat gesagt…

Jupp, ich war falsch... meine Watteline ist aber soooo dünn, dass das gott sei dank nicht aufgetragen hat....*glück gehabt*

1000 Dank für die neue Anleitung. Das werde ich dann bei der nächsten Jacke mal umsetzen!
Vielleicht sollte ich meine Watteline nochmal doppelt nehmen! Ich werde testen :)

elfenundkampfzwerge hat gesagt…

danke für die interessanten bilder. das ist echt spannend hier. mal sehen, ob ich auch mal so nen tollen ärmel hinkriege. ich benutze dickere schupos und bin gespannt, ob die fische da noch nen unterschied machen. ich hoffe es jedenfalls.

nach drei tagen ohne jede zeit zum nähen hoffe ich heute die paspeltaschen zu machen, mit veränderungen.

randbemerkung: harald schmidt hatte gestern einen unmöglichen anzug an. ob wir seinem schneider mal diesen link hier schicken sollten? *frins* die ärmel schlugen nicht falten, sondern wellen.
charlotte

dod hat gesagt…

hallo zusammen,
ich finde euren sew-along gaaaaanz toll. demnächst erwarten auch mich die berühmten sleeveheads....da bin ich natürlich sehr froh, im vorfeld schon ein paar gute tipps zu lesen - und zu sehen!

dod hat gesagt…

hallo zusammen,
ich habe jetzt auch die sleeveheads bewältigt, möchtet ihr meine fotos zur weiteren dokumentation??? allerdings bringen sie ja eigentlich nichts neues....? ihr könnt ja bei interesse mal in mein blog gucken.